Nach dem Norden orientieren wir uns neu gegen Osten. Mit der Stadt Kirkenes erreichen wir den östlichsten Punkt Norwegens. Die Stadt ist schon schwer russisch orientiert, wie auch das Denkmal des Befreiers, der Rote Armee, zeigt. Auch ist bereits alles auf Russisch angeschrieben.
Wir möchten Russland noch ein wenig näher kommen und wandern ans Dreiländereck von Norwegen, Finnland und Russland. Auf unserer Wanderung durchs Niemandsland springt plötzlich ein freundlicher norwegischer Soldat aus dem Busch. Er weist uns darauf hin die Grenze zu Russland unter keinen Umständen zu überqueren. Und schon ist er wieder verschwunden. Nach dem Dritten zusätzlichen Schild sind wir uns dieses Faktes ziemlich bewusst.
Endlich angekommen ist grösste Beherrschung gefragt. Unter strengem Blick von zwei Überwachungskameras, einer Lichtschranke und einem entfernten Wachturm beäugen wir das Dreiländereck. Das ganze kommt uns surreal vor. Ein Sprint um den Stein gefällig?
Zurück auf dem Parkplatz fahren wir mit den Fahrrädern Richtung unseres Zuhauses. Im Reiseführer wurde über die unglaublich schlechte Strasse berichtet, was uns vor einer Befahrung mittels unseres Wohnmobils abhielt. Alles Humbug! Selten haben wir eine so schöne Schotterpiste in Norwegen gesehen.
Auch die russische Natur scheint schön zu sein. Mangels Visum lässt sich dies jedoch nicht weiter überprüfen.
Nach unserem Ausflug fahren wir unser Womo zu einem lauschigen Übernachtungsplatz. Wir merken dabei, dass die Sonne ungewohnter Weise nicht mehr den ganzen Tag scheint. Deshalb erkunden wir erst am nächsten Morgen die nähere Umgebung.
An diesem Morgen brechen wir zum letzten Land unserer Reise auf. Auf holpriger Strasse erreichen wir die finnische Grenze. Ab dem finnischen Grenzposten wird die Strasse merklich besser.
Auch die Natur ändert sich radikal. Kein einziger Berg ist zu sehen, dafür breiten sich überall Wälder aus.
Nach der Ankunft in Finnland suchen wir uns die erstbeste Übernachtungsmöglichkeit und machen wieder einmal unsere Wäsche. Waschmaschinen auf finnisch zu bedienen ist gar nicht so einfach.
An unserem zweiten Tag in Finnland unternehmen wir eine Wanderung zu einem historischen Rentierscheidungsplatz. Endlos ziehen sich die Weiten.
Am Rentierscheidungsplatz wird endlich unser neuer Polfilter für die Kamera ausgiebig getestet.
Am nächsten Tag ersteigen wir mit dem Womo den höchsten „Berg“ (438m.ü.M), der mit einer Strasse erschlossen ist. Vor uns breiten sich endlose flache Weiten aus.
Zur Freude unseres Wohnmobils sind die Strassen in Finnland um einiges besser gepflegt als in Norwegen. Selbst Schotterpisten sind weniger holprig als norwegische Überlandstrassen.
Gute Nacht!













Tja, dann sind wir doch froh, dass wir euch nicht in einem russischen Lager besuchen müssen…aber ich kann verstehen, dass die Versuchung gross war…ist ja fast schon provokativ ?.
Nun, Finnlands Sprache sollte dir, Florian eigentlich vertraut sein…was heisst schon wieder Hamburger ??
Ursina, kannst du helfen?
Umärmel Mam
Wiedereinmal sensationelle Aufnahmen in freier Natur. Vielleicht ist das nächste Reiseziel ja Russland – nicht mit dem Womo, sondern mit dem Orientexpress
спокойной ночи