Kupfer, Schleusen und Mittsommer

Nach der Silbermine fahren wir weiter nördlich bis nach Falun. Hier besichtigen wir eine uralte Kupfermine. Dank eines massiven Einsturzes müssen wir diesmal nicht einmal ins Dunkle steigen.

Hier wurden bereits früh schwere Maschinen gebaut, die die Arbeit erleichtern. So konnten selbst im 17. Jahrhundert bis zu 2500 Tonnen Kupfer abgebaut werden.

Anschliessend an diese anstrengenden Besichtigungen fahren wir nach Spiken an den Vänern Binnensee. Hier machen wir 2 Nächte Pause, denn Mittsommer steht auf dem Programm. Dank des schlechten Wetters gehen wir aber früher als geplant zu Bett.

Wir fahren wieder südwärts nach Trollhätten und essen bei den grossen Schleusenanlagen zu Mittag. Eine windige Angelegenheit, nicht mal Teller sind sicher.

Wir fahren weiter zur Westküste und übernachten auf einem Stellplatz in den Schären bei Marstrand. Am nächsten Tag fahren wir der Küste entlang nach Norden und etwas Landeinwärts nach Dals Långed an einen See. Über Fischen wollen wir nicht sprechen.

Wir haben uns auf dem Weg noch einen neuen Weggefährten aufgegabelt, er sorgt für frischen Wind im Womo.

Gute Nacht!

 

Mit dem Traktor nach Stockholm

Nachdem wir auf der Strasse immer mehr Volvo-Lastwagen begegnet sind, möchten wir diesen auf den Grund gehen. In Eskilstuna besuchen wir ein Museum für ältere mechanische Subventionsmaschinen. Im Bild der erste Verbrennungstraktor aus schwedischer Produktion. Klein und handlich wie die Lastwagen auf der Strasse.

Am nächsten Tag ist unser Stellplatz in Stockholm frei (vorzeitig Reservieren ist für Anfänger) und wir können der Hauptstadt einen Besuch abstatten. Am Ankunftstag schlendern wir etwas durch die Gamla Stan und sehen uns schon mal den Reichstag (nein, nicht Berlin) an.

Am nächsten Tag schauen wir uns weiter die Stadt an.

Wir besuchen zwei Museen, das Nobel Museum (mau) und das Vasa Museum (wau). Das Schiff Vasa ist das grösste noch erhaltene Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert. Dies verdanken wir einem kleinen Konstruktionsfehler, der dafür sorgte, dass das Schiff bereits nach 1300m Fahrt konserviert wurde.

Am nächsten Tag fahren wir nach Norden um in die Silberminen in Sala hinabzusteigen. In der Mine wurden bereits im 15. Jahrhundert Silber abgebaut, heute ist sie 318m tief. Dies ist ein Schacht und man sieht bis auf die Wasseroberfläche in 155m Tiefe hinab.

Wir übernachten an einem malerischen See irgendwo im Nirgendwo.

Gute Nacht!

Schwedische Südküste

Bei der Abfahrt von Ystad denken wir etwas schwedische Geschichte kann sicher nicht schaden. So fahren wir nach Kåseberga und besichtigen die grösste Schiffssetzung Schwedens. Erstaunlich, dass bei diesen Wind noch nicht alle Steine abgeschliffen sind.

Wir fahren weiter Richtung Karlskrona um das Marinemuseum zu besuchen. Leider sind wir spät dran und müssen den Museumsbesuch auf den nächsten Tag verschieben. So übernachten wir auf einem Stellplatz am Hafen von Ronneby.

Am nächsten Tag besuchen wir schliesslich direkt zur morgendlichen Öffnung das Marinemuseum. Anschliessend fahren wir auf die Insel Öland und schauen die Fluchtburg Grönhögen an. Diese ist grösstenteils restauriert, leider ist das Museum noch nicht geöffnet. Trotzdem können wir die Fluchtburg besichtigen.

Nach diesen strengen Besichtigungen platzieren wir uns am Hafen von Gårdby. Dieser liegt in der einsamen Natur Ölands.Am nächsten Tag wollen wir zu den Schären fahren. Bis zum Mittagessen funktioniert dieser Plan auch bestens. Wir finden am Rande eine Landstrasse in einem Wald einen schön gelegenen Platz auf dem wir parkieren und während dem Mittagessen die schöne Natur geniessen. Nach der Mittagspause versuchen wir weiterzufahren. Doch ausser fröhlichem Geblinke des Tachos passiert nicht sehr viel. Wir bauen erst einmal die Batterie aus und schauen uns das Problem genauer an.

Testergebnis: scheisse und laberig.

Wir bemerken, dass sich die Batterie kurzzeitig etwas erholen könnte.
Batterie einbauen, sämtliche Verbraucher ausschalten, nicht Bremsen (das Bremslicht braucht zu viel Strom), Augen zu, Motor durchstarten und losfahren.

Wir machen uns auf die Suche nach einer neuen Autobatterie. Zuerst fahren wir zurück nach Jenny da hier vermeintlich ein Baumarkt zu finden ist. Ohne Batterie fahren wir weiter auf unserer Route nach Norrköping und suchen weiter. Baumarktbesuch Nummer zwei mit laufendem Motor bringt nur die Erkenntnis, dass man in Schweden in Baumärkten keine Autobatterien kaufen kann. Zum Glück sehen wir noch eine Garage und fragen da nach. Diese ist zwar bereits geschlossen, doch netterweise bekommen wir doch eine passende Batterie.

Wir fahren wieder zurück Richtung unserem geplanten Stopp in den Schären und übernachten in Söderköping. Hier machen wir uns daran die Autobatterie zu wechseln, was bei unserer praktischen Motorhaube ein Klacks ist.

Währenddessen ergreift Dimitri die Gelegenheit und schliesst die letzte Steckdose an den Wechselrichter an. Dabei eröffnet sich ein Blick auf unsere professionelle Verkabelung.

Nach diesem Zwischenstopp fahren wir wirklich zu den Schären. Wir beschliessen gleich zwei Tage zu bleiben und uns etwas zu erholen. Dabei testen wir unser Boot und erkunden die Insellandschaft.

Trotz enormen Anstrengungen gibt es keinen Fisch sonder Spaghetti Pesto zum Z’Nacht.

Hallo Schweden!

Am 10. Juni setzen wir mit der Fähre von Helsingør nach Helsingborg über.

In Schweden angekommen schleichen wir gekonnt hinter einem LKW durch den Zoll und fahren nach Lund. Hier treffen wir uns mit Rebecca die uns Malmö zeigt. Wir fahren zu einem Stellplatz am Hafen von Malmö und laufen in die Stadt. In der Stadt angekommen essen wir zuerst zu Mittag. Rebecca kann uns viel über die Stadt und Schweden erzählen.

Am späten Nachmittag verabschieden wir uns von Rebecca und laufen zurück zu unseren Wohnmobil.

Das schöne Wetter animiert uns nach dem Abendessen zum ersten wirklichen Fischen, leider ohne Erfolg.

Am nächsten Tag fahren wir der Küste entlang. Erst südwärts und dann nach Osten. Wir besichtigen Ystad mit seinen alten Riegelbauten.

Gleich ausserhalb finden wir einen Camping, auf dem wir wieder einmal waschen können.

Dänisches Nordkap

Nach der dänischen Westküste machen wir uns auf in den hohen Norden Dänemarks. Zum Glück müssten wir auch die letzten Meter zur Zusammenkunft von Nord- und Ostsee nicht zu Fuss bewältigen. Wir könnten selbst die letzten 20 Minuten Fussmarsch gegen ein kleines Entgeld gekonnt umgehen.

Nach dieser kräftezehrenden Tortur erholen wir uns auf einem verlassenen Stellplatz in Flauenskjold.

Am nächsten Tag machen wir uns auf Richtung Kopenhagen. Wir wollen auch der Westküste Dänemarks einen Besuch abstatten und so machen wir Halt in Horsens. Wir unternehmen erste klägliche Fischversuche. Der äusserst starke Regen nimmt uns bereits auf der Suche nach einem geeigneten Fischplatz jegliche Motivation.

Einkaufsliste: Regenjacke (Florian), Regenhose (Dimitri)

Am 8. Juni machen wir uns auf nach Kopenhagen. Nach einer Fährüberfahrt (keine Macht der Brückenmautmafia) von Spodsbjerg nach Harpelunde geht es weiter nordwärts und wir erreichen Kopenhagen. Irgendjemand meint wir hätten Glück noch den letzten Stellplatz zu ergattern, wir nennen das Können. Während der Fahrt durch Kopenhagen halten wir an einer typisch dänischen Kreuzung. Frage an die Leser: Mein ihr es ist Rot oder können wir evtl. schon fahren?

Am Abend gehen wir auf Shoppingtour in Kopenhagen. Florian rüstet sich T-Shirt mässig für 14 Tage auf. Wir essen einen sehr leckeren Burger in Kopenhagen, was auch die Leibspeise hier zu sein scheint.

Am nächsten Tag ist touristisches Side-Seeing bei der weltberühmten Meerjungfrau angesagt, ein erhabener Anblick.

Natürlich schauen wir auch noch die Stadt selbst an. Es gibt vieles zu sehen, die Freistadt Christiania (keine Fotos 😉 ),  den Hafen, die Oper, …

Gegen Ende des Nachmittags wollen wir noch das Arbeitermuseum besuchen. Doch wie es sich für ein anständiges Arbeitermuseum gehört, schliesst auch dieses bereits um 16 Uhr. So machen wir uns auf zurück zu unserem Camper.

Die Nordsee

Zum Ende unserer Deutschlandreise wollten wir ein Horrorszenario der Gegner der Energieinitiative mit eigenen Augen begutachten. So reisten wir an die Nordsee und schauten uns die drei dort stehenden lauten Vogelmöder an. Was für ein herrlicher Anblick!Natürlich durfte auch ein kleiner Blick auf das Wattmeer nicht fehlen. Dafür musste wir sogar eine lange, kräftezehrende Velotour auf uns nehmen. Ein fieses Schild behauptete, dass man mit mehr als 3.5t nicht über den Deich durch den Nationalpark fahren kann, absurd!

Nach diesen erschreckenden Bildern machten wir uns schnell nach Dänemark auf. Hier konnten wir sogar die Nordsee sehen, nachdem am Wattmeer nur Sand zu sehen war.

Zurück auf dem Campingplatz, ja man darf nicht frei stellen in Dänemark, stand ein arbeitsreicher Abend bevor. Die Wäsche wollte gewaschen werden und die längst nötige Reperatur der Toilette stand auf dem Programm. Zum Glück ist die Toilette sehr wartungsfreundlich aufgebaut, eine wahre Ingenieurskunst. Man muss nur die komplette Schüssel durch den Kasetteneinschub von aussen abmontieren um das Sperrventil von innen zu ersetzen.

Heute sind wir nach Hanstholm gefahren um die uns gänzlich unbekannte Flora und Fauna zu bestaunen.

Der Stellplatz gestaltet sich jedoch malerisch.

Gute Nacht!

1. Arbeitswoche überstanden

In der ersten Woche haben wir es noch nicht zur genüge geschafft über das Erlebte zu berichten. Waren wir doch sehr beschäftigt mit uns selber.

Gestartet sind wir auf dem Stellplatz in Waldshut. Ans Fotografieren haben wir noch gar nicht gedacht. Wir hatten ja nicht mal funktionierende Musik dabei. Man merke: Billig ist nicht immer Günstig.

Der nächste Halt war in Stuttgart, inklusive einmal quer durch die Stadt. Wer braucht denn keine Rush-Hour mit dem Womo. In der Umweltzone bemerkten wir unsere fehlende Umweltplakette. Die Garage unseres Vertrauens wollte uns jedoch keine ausstellen. Zu alt sei unser Womo.  Ausserhalb fanden wir dann ein schmukes Plätzchen an einem kleinen See: Baden war angesagt.

Tagsdrauf in Mainz fanden wir ein weiteres gemütliches Plätzchen zum übernachten. Hier vergassen wir wiedermal die Fotos. Beim schlendern durch die Stadt fanden wir eine Garage. Kurz gefragt und schon hielten wir eine grüne Plakette in Händen.

Weiter ging es in die malerischen Braunkohleabbaugebiete Deutschlands. Was für eine Ingenieurskunst!

Um mit grossen Schritten dem Norden näher zu kommen, fuhren wir direkt weiter nach Hamburg. Diese Stadt gilt es jedoch zu besichtigen. Darum hofften wir auf der Fahrt schon inbrünstig einen Platz im Wohnmobilhafen direkt unter der S-Bahnbrücke zu ergattern (Reservieren nicht möglich). Der letzte Platz konnten wir dann auch beanspruchen. Am nächsten Tag gönnten wir uns dann eine ausführliche Stadtbesichtigung.

Nach einer Bierdegustation (ja das Bier führ den Norden muss weise ausgewählt werden) geht es morgen weiter an das Wattmeer.

Gute Nacht!