Schüss und danke für den vielen Fisch!

Wir fahren der Sonne nach Richtung Turku und konzentrieren uns ein letztes Mal auf das Fischen. Wir rudern den ganzen nächsten Tag mit dem Schlauchkanu und Fischerrute die Schären um Naantali ab. Trotz grössten Anstrengungen ziehen wir nur einen Hecht an Land.

Zu guter Letzt statten wir Helsinki einen Besuch ab, von wo aus wir die Fähre nach Travermünde besteigen. Helsinki hat viel zu bieten, vor allem die vielen prunkvollen Kirchen stechen ins Auge.

Während der Stadtbesichtigung werden wir von der Dunkelheit überrascht. Auch bei Nacht ist Helsingfors schön anzusehen.

Tags darauf machen wir uns mit der Fähre auf nach Tavermünde. Die 29 Stunden Überfahrt ist Ereignislos.

Wir kommen spät abends in Travermünde an und fahren auf einen nahe gelegenen Stellplatz um zu Übernachten. Tags darauf entdecken wir, dass Travermünde in Lübeck liegt und so also ein schmuckes Städtchen auf unsere Besichtigung wartet.

Die nächsten drei Tage fahren wir zügig heimwärts und erreichen so bald St. Gallen. Hier stehen wir das erste Mal seit fast vier Monaten wieder einmal im Stau, schön!

Gute Nacht, Schüss und danke für den vielen Fisch!

Schlossination

Auf der Suche nach fischreichen Jagdgründen durchkreuzen wir mit dem Womo den Seimaa See. Keine Gemeinde erachtet es für nötig, schöne Parkplätze am See anzubieten. So finden wir nach einer Umrundung, fast schon an unserem Startpunkt des Tages, einen Übernachtungsplatz an einem kleinen Nebensee. Während dem Fischen sehen wir vom Boot aus einen schöneren abgelegenen Platz und beschliessen dort zu übernachten.

Auf den Strassen Finnlands begegnen uns allerlei interessante Beschilderungen. Uns wird bange, was die vielen Schilder mit Text statt Piktogramm alles bedeuten könnten.

In Savonlinna besichtigen wir eine Burg, welche gemäss unserem Reiseführer die schönste in Finnland ist. Wir glauben dies einfach mal.

Kaum aus der Stadt fahren wir sogleich beim Forstmuseum vor. Hier wird uns die finnische Waldwirtschaft und das harte Leben nähergebracht. Heute helfen überall mächtige Maschinen mit, auch wenn diese hier nicht über das Prototypenstadium hinaus gekommen ist. Wir können uns nicht vorstellen wieso.

Weiter fahren wir nach Porvoo, gemäss unserem Reiseführer die schönste Stadt Finnlands. Dort lassen wir uns vom schmucken Städtchen entzücken. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass diese Auszeichnung nicht allzu schwer zu ergattern ist.

Da man sich von der Besichtigung einer Burg kein genaues Bild machen kann, schauen wir uns in Hämeenlinna eine zweite Burg an.

Da wir schon in der Nähe sind, besuchen wir das Panssari-museo, welches allerlei finnische Panzer ausstellt. Die meisten wurden in Kriegen erbeutet und in den eigenen Armeebestand aufgenommen.

Zum Übernachten fahren wir in den Liesjärvi Nationalpark und werden am Morgen von einer atemberaubenden Stimmung begrüsst.

Bis zum Mittag unternehmen wir eine kurze Wanderung durch den Nationalpark und werden von einer Schlange überrascht, beziehungsweise die Schlange von uns beim Sonnen gestört.

Wie immer hat die Natur viel zu bieten.

Gute Nacht!

Museumskalation

Nach der erholsamen Nacht fahren wir weiter in den Seitsemisen Nationalpark. Wir unternehmen eine zweistündige Wanderung und treffen im Wald auf eine sehr interessante kleine Mühle mit horizontalem Wasserrad.

Auch die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite.

Am nächsten Tag fahren wir weiter zum Atommeiler Onkalo. Hier befinden sich drei Kernkraftwerke und das erste Endlager. Wir möchten direkt bei OL3 vorfahren, zögern aber wegen der knappen Höhenbegrenzung und fahren zum Besucherzentrum.

In der ausführlichen Ausstellung werden uns die grandiosen Vorzüge der Kernenergie nähergebracht. Ökologisch, da CO2-Neutral, sicher, da neuste Technologien und zu Ende gedacht, da Endlager. Auch dürfen wir die Radioaktivität hautnah an den Brennstäben erleben.

Die ausgebrannten Brennstäbe werden in praktischen 7 Tonnen schweren Kupferzylindern verpackt und in 600 Meter Tiefe vergessen, praktisch. Wir zweifeln den ganzen Besuch über, ob die Kernenergie wirklich so günstig und ökologisch ist wie uns hier erzählt wird. Der Taschenrechner ist im Dauereinsatz um Fakten zu überprüfen. Wir kommen zum Schluss, dass diese günstig ist solange der Staat gewisse Aufgaben übernimmt.

Uns ist alles noch ein wenig suspekt und so besuchen wir am nächsten Tag ein weniger gedankenanregendes Museum. Das Saab-Museum in Uusikaupunki.

 

Am späten Nachmittag erreichen wir den Puurijärven ja Isonsoun Nationalpark und begeben uns sogleich auf einen Spaziergang zum nahegelegenen Vogelbeobachtungsturm. Auf diesem 20 Minuten Spaziergang pflücken wir zwei schöne Steinpilze für das Nachtessen.

Weiter geht unsere Reise nach Tampere (oder für die schwedischsprachigen unter euch: Tammerfors). In einem Museumskomplex gönnen wir uns noch ein wenig Kultur.

 

Es gibt sogar eine Ausstellung über die Verbotene Stadt.

 

Aufgrund des schlechten Wetters entschliessen wir uns gleich das nächste Museum in Angriff zu nehmen. Es gilt das Fernseh- und Radiomuseum von Lahti zu besichtigen.

Wir übernachten im Ripovesi Nationalpark und freuen uns auf das schöne Wetter am nächsten Tag. Wir ziehen los auf eine grössere Tageswanderung und entdecken gleich am Anfang den ersten Steinpilz.

Wir werden nicht nur zu Fuss gefordert.

 

Im sonst flachen Südfinnland können wir im Ripovesi einige Aussichtspunkte geniessen.

 

Während der Wanderung pflücken wir jeden Steinpilz über den wir stolpern. Pilztechnisch sind wir für die nächsten Tage versorgt.

Gute Nacht!

Ein Finne namens Seppo

Nach Kokkola fahren wir weiter Richtung Iisalmi und freuen uns über das aufkommende schöne Wetter. Auf der Strecke entdecken wir ein lauschiges Plätzchen an einem kleinen See und packen sogleich unser Boot aus. Gemäss unserer Stichprobe enthält der See nur einen kleinen Egli.

Weiter geht unsere Reise in Richtung Iisalmi, der Bierstadt Finnlands. Wir müssen uns fest anschnallen bei dieser äussert kurvenreichen Strecke.

In Iisalmi schauen wir uns das Biermuseum, sowie auch die Stadt an. Nun kennen wir auch „The Dark Side of Iisalmi“, die  „Crème de la crème d‘ Iisalmi“ sowie „Major Sandels“.

Tags darauf besteigen wir, Teils mit dem Womo, Teils mit der Doppelmayr Standseilbahn aus Thun (volle Länge abgebildet) den höchsten Berg Südfinnlands.

Dieser birgt mit einer Höhe von 347m über Meer den sogenannten Nationalblick.

Nach dieser anstrengenden Bergtour geht es weiter nach Varkaus. Dort besichtigen wir das Mekaanisenmusiikinmuseo in welchem uns in einer Privatführung (im Preis inbegriffen) sämtliche mechanischen Musikinstrumente gezeigt und vorgespielt werden.

Wir fahren weiter an einen See und füllen unseren Kühlschrank. Dabei ist selbstverständlich höchste Konzentration gefragt.

Tags darauf möchten wir wieder einmal in einem Nationalpark unsere Füsse vertreten. Als wir die Informationstafel des Pyhan-Häkin studieren spricht uns ein Finne namens Seppo an. Ehe wir uns versehen sitzen wir am Tisch bei einer Flasche Beerenwein und diskutieren über synthetische Baumaterialien. Kurz darauf folgt eine Einladung in seine Rauchsauna. Wir folgen dieser und kurz darauf sind wir mit dem Einfeuern der Sauna bei Seppo zuhause beschäftigt.

Doch Seppo besitzt nicht nur eine Rauchsauna. Nein auch eine Bootsauna gehört in sein Saunarepertoire. Wir sind hin und weg und übernachten in der Bootsauna. Wir gönnen uns einen nächtlichen Aufguss im Schlafsack.

Am nächsten Morgen werden wir durch Wellen geweckt und gehen mit Seppo Fischen und Pilzeln. Wir übernachten diesmal auf dem Parkplatz im Nationalpark und beginnen den nächsten Tag mit einer kurzen Wanderung.

Aufgrund des schönen Wetters steuern wir nach der Wanderung gleich den nächsten Nationalpark an. Auf dem Weg entdecken wir einen wunderbaren Parkplatz an welchem wir Rasten. Bei dieser Gelegenheit reparieren wir unsere Verdunklungsrolladen, welche in letzter Zeit geschwächelt haben.

Gute Nacht!