Wir treffen Barbara

Nach unserem kurzen Ausflug auf Schweden kommen wir wieder nach Norwegen. Wir fahren dem Eisenerz nach von Kiruna zum Meer nach Narvik. In Narvik besuchen wir das Kriegsmuseum des Roten Kreuzes. Das Museum beschreibt eindrücklich den Einfluss des 2. Weltkrieges und der deutschen Besatzung auf Norwegen.

Am nächsten Morgen fahren wir den Hügel hinauf um beim Mittagessen einen grandiosen Ausblick zu geniessen, besser als in jedem Hotel.

Am Nachmittag machen wir uns in Richtung Lofoten auf. In Harstad fahren wir, dieses Mal sogar rechtens, auf ein Militärgelände. Wir werden am Tor zum Kasernengelände sogar gegrüsst. Dort steht eine der grössten landgestützten Kanonen weltweit, die so genannten Adolf-Kanonen. Hier die erste der vier 40.6cm Kaliber, auch genannt Barbara.

Wir übernachten an einem idyllischen See. Die Fahrzeugpflege kommt bei uns natürlich nicht zu kurz, die Fahrten durch die Wälder zollen ihren Tribut. Hier Dimi nach längerer Pause nach der Masterarbeit wieder einmal beim Debuggen.

 

Anschliessend fahren wir nach Stø und machen eine Walsafari, wir sind ja immer noch Touristen. Mit dem Boot geht es 3 Stunden hinaus auf die hohe See um die Meeressäuger zu bewundern. Auf dem Weg sehen wir viele Vögel, auch Papageientaucher.

 

Nach 5 Stunden finden wir endlich einen Pottwal. Beim Abtauchen zeigt er uns seine gewaltige Schwanzflosse.

Manche haben etwas mehr Erflog beim Fotografieren als andere.

Tags darauf nutzen wir das schöne Wetter und machen eine Wanderung in die Höhe.

Wir wandern weglos einem Bach entlang. Wenn der Bach einen Wasserfall ist, klettern wir.

Doch es lohnt sich, die Aussicht ist fantastisch.

Gute Nacht!

Nasse Füss›

Wir fahren wieder zurück nach Schweden. Der Norden Schwedens lädt zum Wandern ein, beispielsweise der Kungsleden. Als wir eine Busstation passieren und die Heerscharen bewaffnet mit Rucksack und Zelt sehen, überlegen wir schon was für ein Festival hier stattfinden könnte. Als wir merken, dass der Bus an einen Ausgangspunkt des Kungsleden fährt, entscheiden wir uns für eine Tour im Muddus Nationalpark.

Ausgerüstet mit Zelt, Schlafsack und Proviant (wer denkt schon ans Morgenessen) machen wir uns auf die 50km lange Rundwanderung in zwei Tagen zu bewandern. Selbstverständlch packen wir nach unserer langjährigen Pfadierfahrung auch Taschenlampen ein, es gibt nichts mühsameres als Zelten ohne Licht. Der Weg führt uns quer durch die teilweise moorige Landschaft. Glücklicherweise ist der Weg sehr gut ausgebaut und an den Sumpfigen Stellen mit Stegen befestigt.

Wir haben wieder einmal sehr viel Glück mit dem Wetter, die letzten Wochen hat es fast immer geregnet. Aber heute scheint mit blauem Himmel meist die Sonne. Nur die überfluteten Moorflächen zeugen noch von den anhaltenden Regenfällen.

Später stellen wir fest, dass nicht nur Moorflächen überschwemmt wurden. Man merke: Stege 30cm unter dem Wasser sind als eher nutzlos einzustufen und Wanderschuhe schützen nur von 5 Seiten vor Nässe.

Auf dem Weg entdecken wir einen Vogelbeobachtungsturm, der eine fantastische Aussicht bietet.

Nach diesen Strapazen sei uns ein Festmahl gegönnt.

Am nächsten Tag machen wir uns zurück zu unserem Womo, einer nur mit mässig trockenen Füssen. Wir durchwandern ein Waldbrandgebiet, bei dem sämtliche Stämme und das herumliegende Holz angekokelt sind, die Bäume aber noch leben.

Unsere Reise bringt uns in die Erzstadt Kiruna. Hier steht das, gemäss Architektenverein, schönste Rathaus Schwedens.

Etwas östlich von Kiruna steht das ESRANGE Space Center von dem aus regelmässig Raketen zu Parabelflügen zu Forschungszwecken starten. Leider dürfen wir heute aber weiterfahren und besichtigen das Besucherzentrum.

Gute Nacht!

Fi-Fa-Fischen

Wir möchten im Gressåmoen Nationalpark einen Wanderausflug machen und nehmen dazu eine 37km lange Schotterpiste in Kauf. Bei strömendem Regen versuchen wir zwischen den Schlaglöchern zum Parkplatz zu fahren. Da due Buss-Umfahrung für Anfänger ist wisse wir jetzt, dass unser Womo exakt 2.95m hoch ist. Ein Hoch auf unseren Dachluckenausblick!

Die Strapazen lohnen sich, wir können am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein den Nationalpark erkunden.

Nach der Wanderung fahren wir die Schotterpiste zurück und nehmen dieses Mal die Bussumfahrung, damit wir nicht nochmals den gleichen Weg hinunter fahren müssen. Wir fahren weiter nordwärts und bewundern den Imposanten Wasserfall des Namsen. Anschliessend fahren wir weiter nach Trones und machen erste Gehversuche beim Lachsfischen.

Am nächsten Tag versuchen wir unser Glück beim Lachsfischen nochmals, leider ohne Erfolg. Anschliessend fahren wir nach Norden und überqueren die Grenze nach Nord Norwegen. Wir halten beim Laksfoss und gönnen uns ein gegrilltes Lachsfilet im Restaurant.

Wir fahren weiter nach Norden und überqueren schliesslich den Polarkreis. Wir inspizieren bereits das Junkerdal zu Fuss.

Der Weg ist nicht immer leicht zu finden.

Nach der Anstrengenden Wanderung fahren wir noch schnell zu einem nahe gelegenen Parkplatz um zu übernachten. Das Navi überschätzt drei Mal unsere offroad-Fähigkeiten und so wird aus der 10 Minuten Fahrt eine 30 Minuten Reise.

Wir fahren am nächsten Tag nach Bodø und besichtigen das Luftfahrtmuseum. Nach 2 Stunden haben wir es endlich geschafft, bis wir den zweiten, gleich grossen, Teil entdeckten…

Nach vier Stunden Museum fahren wir zum Saltstraum, der engen Verbindung des Fjords zum offenen Meer. Das Wasser strömt wie ein Fluss in den Fjord.

Dazu haben wir nur für euch eine Multi-Media Show mit digitaler Quadrophonie erstellt.

Mit dem Wasser strömt viel Nahrung in den Fjord, dementsprechend hat es viele Jäger, die auch bei uns einen Happen genascht haben, jetzt werden sie genascht.

Gute Nacht!

Boxenstopp

Heute ist wieder einmal Waschtag. Da das Nordische Wetter einem beim Lufttrockenen oft einen Strich durch die Rechnung macht sind kreative Ideen gefragt.

Am nächsten Tag fahren wir der Küste entlang weiter Richtung Norden. Wir halten in Ålesund und geniessen die schöne Küste.

Auf dem Weg zur «steilsten»/touristischen Passstrasse fahren wir an einem eindrücklichen Wasserfall vorbei. Wir halten wieder einmal und geniessen das Schauspiel.

Auf der Passhöhe angekommen erblicken wir bereits den Aussichtspunkt über die spektakuläre Strasse.

Wow, beeindruckend!

Der Vollständigkeit halber ein Bild der Passstrasse. Bleibenden Eindruck hinterlässt vor allem der schlecht kreuzende Gegenverkehr.

Runter vom Pass brauchen wir etwas Entspannung und laufen zur Trollkyrkja hinauf. Durch die Höhle fliesst ein Fluss mit schönen Wasserfällen.

Wir fahren weiter an die Küste und fangen noch einen genüsslichen Pollack. Dimitri lernt dabei noch wie ein Fisch ausgenommen und filetiert wird.

Da der Fisch nur einen Tag reicht versuchen wir ein Stückchen Fleisch niederzugaren. Verbesserungspotential ist bei der Konstruktion durchaus vorhanden.

Am nächsten Morgen fahren wir schliesslich auf den Stellplatz in Trondheim. Es ist sogar ein Platz für uns frei. Am Tage schauen wir uns die Stadt an.

Nachdem wir Trondheim besichtigt haben fahren wir am nächsten Morgen zu einem kurzen Boxenstopp an der Stadtgrenze. Nach über 7000km Reise müssen die Reifen gewechselt werden – Zitat Mitarbeiter Thönderdekk beim Wechseln «This is finish!»

Gute Nacht!

Qualmende Bremsen und Schuhe

Wir unterzogen unser Womo einem Berg ab Praxistest. Ergebnis: bei 18% Gefälle taugt die Motorenbremse nur bedingt, dafür qualmen die Scheibenbremsen. Wenn es beim Fotohalt unten etwas Raucht könnten sich die Bremsen ausserhalb der Komfortzone befinden.

Also schnellstmöglich wieder bergauf fahren und die schöne Aussicht über die Fjorde geniessen.

Da lange Sommer und Winter uns schon immer gelangweilt haben wechseln wir fleissig ab.

Auf den Pässen liegt häufig noch Schnee und das nicht zu knapp.

Wir geniessen die unberührte Natur fern der Zivilisation.

Da uns die Pässe noch nicht reichen, müssen wir natürlich den höchsten Berg Skandinaviens, Galdhøpiggen, besteigen. Mit 2469m ist er natürlich nicht sonderlich hoch für uns. Wir beginnen unsere Besteigung von 1100m am Mittag.

4.5h und einige Geröllhalden und Schneefelder später sind wir auf dem Gipfel. Das war es schon, höher gehts nimmer? Wir kreuzten etliche in Himalaya-Ausrüstung und hatten schon angst in Jeans Abzustürzen.

Wenigstens die Aussicht belohnt uns für unsere Anstrengungen. Dachten wir, jedoch reicht der Berg nicht einmal um aus den Wolken zu schauen. Der Abstieg gestaltet sich aufgrund der vielen Schneefelder wesentlich einfacher als der Aufstieg. Wir Arschböbbeln als gäbe es kein Morgen, besser als in jeder Pfadiübung! (Die 1.5l Flasche im Rucksack ist Geschichte)

Wir haben genug vom Winter, am nächsten Tag machen wir uns wieder auf zum Meer uns wärmeren Gefielden.

Gute Nacht!

Festes Schuhwerk

Wir fahren zur Westküste Richtung Stavanger. Weiter geht es über schöne Pässe auf denen noch einiger Schnee zu finden ist.

Wir fahren zur Westküste Richtung Stavanger. Weiter geht es über schöne Pässe auf denen noch einiger Schnee zu finden ist.

Bevor wir loslegen können, werden die letzten Vorbereitungen getroffen; «Jetzt kann nichts mehr schief gehen.» – Dimitri Keller, 19:12 Uhr.

Es steht eine kleine Wanderung von ganzen 2.5h auf schwersten Pfaden vor uns, da kann unsere tadellose Ausrüstung wirklich zeigen, was sie kann.

Belohnt für unsere unmenschlichen Anstrengungen werden wir mit einer grandiosen Aussicht.

Die 600m hohe Abbruchkannte schindet Eindruck.

Gletscher und steile Hänge führen auch zu eindrucksvollen Wasserfällen. Wir stoppen am ersten, den wir sehen – beeindruckend!

Auch der grösste Nationalpark von Norwegen, die Hardangervida, liegt auf unserer Route. Da er um einiges grösser ist als der komplette Kanton St. Gallen können wir diesen nur streifen. Wir parkieren unser Womo und wandern los, Einer in Turnschuhen. Tadaa ein Wasserfall, wie könnte es auch anders sein.

Nein, wir durchstossen nicht das Raumzeitkontinuum, dies ist weder unser Womo da vorne, noch sind wir in der Zukunft gelandet.

Kaum aus dem Kreisel gleich das nächste Abenteuer. Noch nicht einmal den Tunnel verlassen und wir werden durch Dreharbeiten aufgehalten. Ganze 3 Takes können sie aufnehmen, bevor wir weiterfahren können. Das Ganze im Konvoi – Safety-Car ist angesagt.

Weiter auf unserer Fahrt sehen wir noch ein bis zwei Wasserfälle, hier nochmals einer der imposanteren, um anzuhalten reicht es aber nicht.

Bergen lädt uns zum Bummeln und Fisch essen ein.

Natürlich dürfen an solch touristischen Orten das Side-Seeing nicht fehlen, majestätisch, diese Touristen.

Wir fahren weiter aus dem Gerummel und machen uns in die Berge auf. Auf einer nicht so breiten Strasse fahren wir hinauf, zum Glück kreuzt uns nie eines dieser masslos grossen Womos.

In Bergen rüsten wir uns sogar Schuhtechnisch mit den neuesten Schuhmodellen mit 3D-Chassis aus. Da nicht nur die neuen Schuhe imprägniert werden wollen, sonder auch die älteren Modelle nach einer Imprägnierung lechzen, traben alle Schuhe an.

Jetzt gibts noch einen Tee.

Gute Nacht!

Von Fischen, Augen und schwerem Wasser

Nach unzähligen Versuchen haben wir endlich einen Fisch gefangen. Möglicherweise liegt es am entrichteten Obolus, oder aber es liegt am Süsswasser, für welches unsere Köder eigentlich nur geeignet sind. Wir fangen mit vereinten Anstrengungen einen ansehnlichen 64cm Hecht.

Um den Hecht auch geniessen zu können müsste dieser aber filetiert sein, was uns ohne Filetiermesser aber etwas schwer fällt. So machen wir uns auf nach Oslo um ein entsprechendes Messer aufzutreiben. Gleichzeitig sehen wir uns etwas die Stadt an. Wir merken, dass nicht nur Kirchen, sondern auch Rathäuser als Prunkbauten ausgeführt werden können. Selbst eine Uhr und Glocken sind vorhanden!

Auf unserem Stadtrundgang stossen wir auch auf zeitgenössische Kunst.

Leserfrage: Was soll dies darstellen?

Wir lassen für diesen Tag die Sonnenbrillen in Womo, da diese für eine Stadtbesichtigung unnötig ist. Selbst die Prunkoper mit ihrer weissen Steinfassade kann uns nichts anhaben.

Am nächsten Tag machen wir uns auf zur Westküste. Zuerst befahren wir eine Spirale um ein Mittagessen mit herrlicher Aussicht zu geniessen.

Auf dem Weg liegt auch eine Stabskirche, Fotos gibts nur von aussen, da ein massloser Eintritt entrichtet werden müsste.

Weiter geht es zum ersten Pass in Norwegen. Wir fahren bis auf 1200m hinauf und drehen Stück für Stück unsere Heizung auf. Oben angekommen möchten wir natürlich auch den höchsten Gipfel in der näheren Umgebung erklimmen und machen uns zu Fuss(!) weiter auf den 1800m hohen Gipfel.

Von wo aus wir einen herrlichen Ausblick im Abendlicht über Süd-Norwegen geniessen.

In Norwegen kann auch endlich unsere Drohne gestartet werden. Wir schiessen einige Übersichtsfotos vom Übernachtungsplatz.

Beim mitternächtlichen Bier fällt uns eine wunderschöne Stimmung auf, die wir nur für euch fotografisch festhalten.

Um 07:45 müssen wir den Übernachtungsplatz viel zu früh fluchtartig verlassen, da ab 8 Uhr 100 Kronen für das Parkieren am nächsten Tag eingetrieben werden. Wir fahren 1km bis zur nächsten Parknische, essen und legen uns nochmals hin. Etwas besser ausgeruht fahren wir die restliche Stecke ins Tal und besichtigen das Industriearbeitermuseum Vemork. Dieses ist in einem ehemaligen Wasserkraftwerk angesiedelt.

Dimitri ist nicht ganz zufrieden mit den Generatoren.

Hier wurde als erster Standort weltweit und bis vor ca. 30 Jahren schweres Wasser hergestellt. Dieses benutzte bereits Nazi-Deutschland zur Forschung und war deshalb ein hart umkämpfter Standort. In diesen Behältern wurde das Schwere Wasser (D2O) angereichert.

Das Museum von aussen, damals wurde noch Wert auf schöne Industriegebäude gelegt.

Gute Nacht!