Nach der erholsamen Nacht fahren wir weiter in den Seitsemisen Nationalpark. Wir unternehmen eine zweistündige Wanderung und treffen im Wald auf eine sehr interessante kleine Mühle mit horizontalem Wasserrad.
Auch die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite.
Am nächsten Tag fahren wir weiter zum Atommeiler Onkalo. Hier befinden sich drei Kernkraftwerke und das erste Endlager. Wir möchten direkt bei OL3 vorfahren, zögern aber wegen der knappen Höhenbegrenzung und fahren zum Besucherzentrum.
In der ausführlichen Ausstellung werden uns die grandiosen Vorzüge der Kernenergie nähergebracht. Ökologisch, da CO2-Neutral, sicher, da neuste Technologien und zu Ende gedacht, da Endlager. Auch dürfen wir die Radioaktivität hautnah an den Brennstäben erleben.
Die ausgebrannten Brennstäbe werden in praktischen 7 Tonnen schweren Kupferzylindern verpackt und in 600 Meter Tiefe vergessen, praktisch. Wir zweifeln den ganzen Besuch über, ob die Kernenergie wirklich so günstig und ökologisch ist wie uns hier erzählt wird. Der Taschenrechner ist im Dauereinsatz um Fakten zu überprüfen. Wir kommen zum Schluss, dass diese günstig ist solange der Staat gewisse Aufgaben übernimmt.
Uns ist alles noch ein wenig suspekt und so besuchen wir am nächsten Tag ein weniger gedankenanregendes Museum. Das Saab-Museum in Uusikaupunki.
Am späten Nachmittag erreichen wir den Puurijärven ja Isonsoun Nationalpark und begeben uns sogleich auf einen Spaziergang zum nahegelegenen Vogelbeobachtungsturm. Auf diesem 20 Minuten Spaziergang pflücken wir zwei schöne Steinpilze für das Nachtessen.
Weiter geht unsere Reise nach Tampere (oder für die schwedischsprachigen unter euch: Tammerfors). In einem Museumskomplex gönnen wir uns noch ein wenig Kultur.
Es gibt sogar eine Ausstellung über die Verbotene Stadt.
Aufgrund des schlechten Wetters entschliessen wir uns gleich das nächste Museum in Angriff zu nehmen. Es gilt das Fernseh- und Radiomuseum von Lahti zu besichtigen.
Wir übernachten im Ripovesi Nationalpark und freuen uns auf das schöne Wetter am nächsten Tag. Wir ziehen los auf eine grössere Tageswanderung und entdecken gleich am Anfang den ersten Steinpilz.
Wir werden nicht nur zu Fuss gefordert.
Im sonst flachen Südfinnland können wir im Ripovesi einige Aussichtspunkte geniessen.
Während der Wanderung pflücken wir jeden Steinpilz über den wir stolpern. Pilztechnisch sind wir für die nächsten Tage versorgt.
Gute Nacht!












Aber, aber, darf man denn Pilze pflücken im Nationalpark? 🙂
Steinpilz-Risotto für unterwegs
50 g Butter
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
320 g Risottoreis
1 dl Weisswein
1 1/2 l Gemüsebrühe
50-70 g getrocknete Pilze
100 g Sbrinz, fein gerieben
En guäte
? tönt alles superspannend.
Hier mein Beitrag zu euren selbstversorger Küche. Das Pürieren wird die Herausforderung und erfordert eine ingenieurtechnische Meisterleistung.
Viel Spass weiterhin!
Norwegische Steinpilzsuppe mit Fisch
500 g Heilbuttfilet
250 g Steinpilze, in Stücke geschnitten
700 g Kartoffeln, gewürfelt
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Apfel, in Spalten geschnitten
1 Liter Gemüsebrühe
8 Stiele Majoran
4 Sternanis
200 ml Sahne
Butterschmalz
Pfeffer + Salz
Brunnenkresse
Zwiebel- und Kartoffelwürfel in 3 EL Butterschmalz anschwitzen und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Majoran und Sternanis hinzufügen. Pfeffern, salzen, 20 Minuten köcheln lassen. Majoran uns Sternanis entfernen und die Suppe pürieren.
Steinpilzstücke und Apfelspalten nacheinander in 2 EL Butterschmalz anbraten und herausnehmen.
Fisch grob würfeln und in 2 EL Butterschmalz 2-3 Minuten braten. Salzen.
Sahne schlagen und mit Apfelspalten, Pilzen und Heilbutt in die Suppe geben. Noch mal mit Pfeffer und Salz abschmecken. Mit etwas Brunnenkresse servieren.